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Philosophie, Bewältigungsstrategie und Aphoristik

Die Feststellung, dass die einzige Möglichkeit uns persönlich zu entwickeln, die Reflexion, das Wissen und unsere Erfahrungen ist, macht viele Menschen neugierig auf sich selbst und auf die verbundenen Fragen nach dem Sinn und Sein ihres Lebens.

Das Angebot zum Erlangen von "umfassendem Wissen" ist heute vielfältig und oft fest an eine Religion, einen Glauben oder an eine bestimmte Lehre gebunden. Dieser Umstand aber nimmt Menschen Erfahrungen vorweg und wird von der jeweiligen Ideologie meist unkritisch allumfassend definiert, erklärt und bewertet. 

Einige Menschen möchten allerdings ihren ganz persönlichen Weg beschreiten, zweifeln an den vorgegebenen Bildern und den bekannten Lehren und Religionen. Einige Neugierige bzw. auch Hilfesuchende verfügen meist über eine kritische Grundhaltung Religionen gegenüber.

Immer mehr Menschen sind auf der Suche nach ihren persönlichen Antworten auf Glaubens- und Lebensfragen. Diese können sich vielleicht mit anderen Meinungen decken, aber bitte sie müssen nicht verbindlich sein.
...

Befreiung aus diesem Umstand  

"Wunsch nach Entdeckungen und Antworten bleibt unbefriedigt
durch Ideologie, Religion,Weltanschauung" 
 
...

Wird aber ermöglicht durch freiheitliches Denken und unabhängigen Erfahrungen.


Das wird durch kreative, intuitive und mediale Erlebnisse und Erfahrungen gefördert, durch einen Austausch mit anderen bereichert es nd schränkt sie aber in ihrem Glauben an etwas nicht ein.

Bildlich

Wir bauen auf dem Fundament des Seins
unser Erleben, unsere Erfahrungen und unsere Gedanken 

Der einzigen steten Annahme,
der wir hier begegnen
ist die, 
das wir sind. 

Alles andere sei privat, veränderbar, nicht dogmatisch, diskussionswürdig. Genau dieser Umstand macht uns damit zu Menschen, die miteinander leben können, ohne vom anderen den Glauben und die eigene Weltanschauung zu erwarten.


Coping und Bewältigung





Warum wünschen sich Menschen überhaupt Selbsterfahrung, 
die Beantwortung ihrer philosophischen und religiösen Fragen sowie 
bewusstseinserweiternde Erlebnisse?

Zum einen ist es pure Neugier und die Lust den eigenen Horizont zu erweitern, zum anderen sind es persönliche Grenzen an die Menschen stoßen bzw. gestoßen werden.

Diese persönlichen Herausforderungen sind Situationen, Krisen und besondere Lebensaufgaben, mit denen wir fertig werden müssen oder wollen. Auch ist es eine aktive Bewältigungsstrategie, den die beschriebenen Situationen sind Grund für das Anhalten, das Suchen und das Aufnehmen von vielfältigen Informationen.




Allgemein: 
Coping (Bewältigen/Überwinden)

Das Bewältigen von schwierigen Lebensphasen gelingt in der Regel ganz natürlich, denn die Strategien sind uns mitgegeben oder erlernt. Allerdings bedeutet das auch wir sind mehr oder weniger gut für die Bewältigung von Lebensaufgaben ausgestattet.

Eine Krise dann nachträglich als einen Gewinn zu betrachten, auch dass gelingt nicht allen Menschen und ist von vielen Faktoren abhängig.

(Elke Bischofs)



kurze Erläuterung zur menschlichen Bewältigungsstategie

Was ist Coping? und zum Thema der persönlichen Krise 


Coping, übersetzt bewältigen/überwinden, bezeichnet die Art des Umgangs mit einem, als bedeutsam und schwierig empfundenen, Lebensereignis oder einer Lebensphase.  (Krise)

Ausgangspunkt für Coping sind Lebenssituationen, für die eine Verbesserungen gesucht wird oder eine länger andauernde Unzufriedenheit, die belastet und somit Lebensqualität, Gesundheit und Arbeitsfähigkeit einschränkt.

Die (Bewältigungs-) Reaktion auf eine belastende Lebenssituation, nennt man Coping. Hier ist es egal, ob es sich um eine positiv auswirkende Strategien handelt oder durchaus auch um negative Antworten darauf, wie z.B. Flucht, Rückzug, Depression oder Sucht.

Diese Lebenssituationen können belastend sein für den Betroffenen selbst und ihr Umfeld. Gedanken und Gefühle sind oft so präsent im Alltag, dass die häufige Auseinandersetzung damit den Tag bestimmt. Stress entsteht und dieser beeinträchtigt noch zusätzlich den Körper und die Psyche. Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Traurigkeit und Gereiztheit, Schlafstörungen sowie mangelnde Empathie, können begleitend auftreten.

Krisen und unzufriedene Zeiten sind normale Lebensabschnitte, manche überraschen Menschen und andere kündigen sich langsam an wie z.B. die Sinnkrise. Es können Jahre ins Land gehen, ohne das sich die Lebensfreude wieder einstellt.

Ob der Betroffenen Coping-Strategien, die eine Verbesserung der Lebensqualität mit sich bringt, anwendet hängt von vielen Faktoren ab.

  • Von der Art der Krise/Lebensaufgabe selbst
  • Von allgemeinen Gesundheitszustand,
  • Vom Alter,
  • Von der Unterstützung der Umwelt
  • Vom psychischer Allgemeinzustand.
  • Und vom gelernten Umgang mit Lebensaufgaben
  • Von belasteter Vergangenheit (auch der Eltern)  
  • Von Lern,-/Reflextionsfähigkeit und  
  • Psychische Wiederstandsfähigkeit (Resilienz)
Das bewältigen von Krisen und menschlichen Herausforderungen ist ein fortlaufender und ein sich ständig ändernder Prozess. Die Auseinandersetzung mit dem Thema Coping/Resilienz und die psychologisch/wissenschaftlichen Hintergründen fließen, unter anderem, in meine Arbeit ein.


Bewältigung durch Veränderung


Bedürfnisse, die sich in Zeiten in und nach einer persönlichen Krise abzeichnen, können u.a. sein:

  • Neue Erkenntnisse über sich selbst und andere gewinnen wollen 
  • Die Lebensqualität verbessern 
  • Neue Wege zur Freude, zur Zufriedenheit und somit zum Glück finden  
  • Neue Kontakte und Gesprächspartner finden 
  • Stress mindern 
Mittel und Ziel  
Wie kann das unterstützt werden? 
  • Reflektion der eigenen Gefühlswelt und das verstehen von den Zusammenhängen  menschlicher Beweggründe und Gefühlswelt 
  • Philosophische und spirituelle Betrachtung des Lebens 
  • kreative, sensitive und mediale Selbsterfahrung-, und Achtsamkeitsübungen 
  • Rahmenbedingungen schaffen für Erfahrung, Dialog und persönliche Begleitung.


Elke Bischofs


Aphoristik

Definition Aphorismus

Was ist ein Aphorismus?

Ein Aphorismus ist der letzte Ring einer langen Gedankenkette. 
(Marie von Ebner-Eschenbach)

Ein Aphorismus ist ein Sinnspruch (Gedankensplitter) der komplexe, oft philosophische Sachverhalte in reizvoller und kurzer Form wiedergeben kann.

Das Wort Aphoristik kommt aus dem griechischen "aphorizein"  und bedeutet übersetzt bestimmen oder eingrenzen. Ein Erfahrungssatz, der ursprünglich in der Medizin anzutreffen war. (Corpus Hippocraticum des Hippokrates.) Der  literarisch-philosophische Aphorismus, entwickelte sich erst im  17. und 18. Jahrhunders durch Aphoristiker des deutschen Sprachraums. Schopenhauer, Nietzsche, Goethe, Jean Paul, Friedrich Schlegel, Novalis und Karl Kraus, aber auch die Engländer Oscar Wilde und Bernard Shaw Stanislaw Jercy Lec sind hier zu nennen. Anfang des 20.Jahrhundert wurde die Aphoristik zur eigenen Prosagattung und die Themen sind breit gefächert. Der kurze Sinnspruch oder das "geflügelte Wort" genannt, findet sich in vielen Bereichen wieder. Politik, Psychologie, Wirtschaft, Philosophie und in vielen anderen möglichen Themen des Lebens.

Aphorismen schreiben setzt eine besondere Bisoziationsfähigkeit voraus. Als kreativen Grundbegriff beschreibt Bisoziation das Durchbrechen geistiger Routine und in der Praxis, das gedankliche vernetzen von Begriffen, Bildern, Themengebieten und Vorstellungen, die nichts miteinander zu tun haben. Dem Aphoristiker kommt zusätzlich die Aufgabe zu, diese Art der Kreativität nicht nur zu nutzen, sondern das Ergebnis soll konzentriert etwas verdeutlichen, was im allgemeinen nicht kurz zu beschreiben ist.

"Ein guter Aphorismus ist die Weisheit eines ganzen Buches in einem Satz"
(Theodor Fontane). 

kann als eine konzentrierte Wahrheit verstanden werden, also ..

Dem Leser fällt die inhaltlichen "Stimmigkeit" der Dinge auf oder aber auch der Widerspruch.  
Das Formale ist nicht genau definiert ist. Ein Aphorismus, kann aus einem Satz oder mehreren Sätzen bestehen und geht fließend zum Essay über.

Immer kann der Aphorismus zum nachdenken, weiterdenken  und philosophieren anregen, 


...Nur scheinbar kommt der Aphorismus denen entgegen, die keine Zeit haben.  
(Jacques Wirion)






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